LEISTUNGSBESCHREIBUNG VDSL.

Leistungsbeschreibung VDSL.

1. Allgemeines

1.1 Grundleistung

fonial stellt dem Kunden unter dem Produktnamen VDSL fonial breitbandige In-ternetzugänge auf Basis der VDSL-Technologie (Very High Speed Digital Subscriber Line) zur Verfügung.

Die Dienstleistung besteht aus der Überlassung einer Anbindung auf Basis von Vordienstleistungen der Deutschen Telekom AG („DTAG“), Transport des Datenverkehrs über das Netz von fonial bzw. eines verbundenen Unternehmens und Übermittlung von IP-Paketen vom und zum Internet („Internetdienst“).

Sofern vor Ort verfügbar, kann VDSL fonial mit den folgenden Bandbreiten realisiert werden:

Produktvariante

Downstream
(Maximale Bandbreite bis zu)

Upstream
(Maximale Bandbreite bis zu)

VDSL fonial 50M

50 Mbit/s

10 Mbit/s

VDSL fonial 100M

100 Mbit/s

40 Mbit/s

VDSL fonial 250M

250 Mbit/s

40 Mbit/s

Die angegebenen Übertragungsgeschwindigkeiten basieren auf Datenpaketen der Größe 1.492 Bytes ohne Abzüge weiterer auf IP-basierender Protokolloverheads. Werden weitere Protokolle verwendet oder kleinere Datenpakete verschickt, sinkt der entsprechende IP-Nutzdatendurchsatz für den Endkunden.

Produktinformationsblatt gem. §1 TK-Transparenzverordnung

2. Bereitstellung

2.1 Auftragserteilung

Aufträge für einzelne VDSL fonial-Anschlüsse erteilt der Kunde über die fonial- oder eine Partner-Webseite sowie über den jeweiligen Kundenaccount. Neben Neubestellungen sind auch die Geschäftsfälle Terminverschiebung, Storno und Kündigung in dem Account abzuwickeln.

Im Falle der Übernahme eines vorhandenen Anschlusses im Zuge eines Anbieterwechsels im Sinne von § 46 Abs. 1 TKG stimmt fonial im Auftrag des Kunden den Wechseltermin mit dem Altanbieter des Kunden ab. Der Kunde übermittelt fonial mit der Beauftragung der Übernahme die erforderlichen Informationen. Der Kunde ist für die Richtigkeit der Angaben verantwortlich.

2.2 Bereitstellung des Internetdienstes

Die Authentifizierung und das Accounting der Kunden für den Internetdienst erfolgt über ein von fonial oder einem verbundenen Unternehmen bereitgestelltes und betriebenes RADIUS-System gemäß den RFCs 2865, 2866, 2869, 2882 und 2924. Die Vergabe und Verwaltung von RADIUS-Accounts hinsichtlich aller kundenbezogenen Parameter erfolgt durch fonial.

2.3 Authentifizierung

Der Kunde wird anhand einer eindeutigen Dienstekennung (Realm) in der Form [User-ID]@Realm oder Re-alm/[User-ID] am Radius-System der fonial identifiziert

Der einzusetzende Realm wird durch fonial benannt und auf der RADIUS-Plattform von fonial implementiert. Die Verwendung desselben primären Suffixes oder Präfixes durch den Kunden für weitere realmbasierte Produkte von fonial ist ausgeschlossen. fonial kann dem Einsatz bestimmter Realm-Wünsche bei Vorliegen eines wichtigen Grundes widersprechen.

2.4 Installation

fonial nutzt die vom Kunden im Rahmen der Bestellung übermittelten Daten für die Installation der Anschlüsse. Der Kunde steht dafür ein, dass diese Daten korrekt und vollständig sind.

fonial prüft die Angaben auf allgemeine Netzverträglichkeit und behält sich vor, ggf. Änderungen in Absprache mit dem Kunden vorzunehmen. fonial weist darauf hin, dass es durch die Übermittlung von fehlerhaften Auftragsdaten durch den Kunden zu Verzögerungen bei der Bereitstellung kommen kann, die fonial nicht zu vertreten hat. Dadurch nachweislich entstehende Kosten kann fonial gegenüber dem Kunden geltend machen.

fonial beauftragt bei der DTAG die Bereitstellung einer VDSL-Anbindung am Kundenstandort.

fonial weist darauf hin, dass es bei Terminverschiebungen, die der Kunde zu verantworten hat, zu Verzögerung in der Bereitstellung kommen kann, die fonial nicht zu vertreten hat. Dadurch nachweislich entstehende Kosten kann fonial gegenüber dem Kunden geltend machen

fonial teilt dem Kunden den Installationstermin der Anbindung per E-Mail mit.

Unmittelbar neben die beim Kunden bereits bestehende Teilnehmeranschlusseinheit („TAE“) des Teilnehmernetzbetreibers wird eine neue TAE installiert. Dies gilt nicht, wenn am Kundenstandort zwar eine freie Kupferdoppelader bis zum Abschlusspunkt Linientechnik („APL“) vorhanden ist, jedoch zwischen dem APL des Netzbetreibers im vom Kunden genutzten Gebäude (üblicherweise im Untergeschoss) und den vom Kunden genutzten Räumlichkeiten keine bestehende Leitung („Endleitung“) genutzt werden kann. Ist beim Kunden keine Endleitung vorhanden, ist der Kunde für deren Installation verantwortlich. Will der Kunde diese nicht vornehmen (lassen), kann er den Einzelvertrag gemäß Ziffer 6.3 kündigen.

Die Installation eines DSL-Endgeräts (Customer Premises Equipment, „CPE“) beim Kunden liegt im Verantwortungsbereich des Kunden, sofern dieser fonial im Rahmen des Supports nicht hiermit beauftragt. fonial empfiehlt, ein von fonial freigegebenes CPE an der bereitgestellten TAE anzuschließen. Die Verwendung anderer CPEs geschieht auf alleinige Verantwortung des Kunden. Im Falle von Störungen leistet fonial ausschließlich für solche CPE-Typen Unterstützung im Rahmen der technischen und betrieblichen Möglichkeiten, die auf die im fonial Shop erhältlich sind.

Die Betriebsfähigkeit liegt ab dem Tag der Bereitstellung der Anbindung vor. fonial berechnet dem Kunden die Leistung ab Betriebsfähigkeit.

3. Bandbreite

Die realisierbare Bandbreite kann erst bei Inbetriebnahme der VDSL-Anbindung festgestellt werden. Die angegebenen Bandbreiten sind daher Maximalwerte. Darüber hinaus kann sich nach Inbetriebnahme durch die Bereitstellung weiterer, auch fremder, DSL-Anbindungen am Standort des Kunden herausstellen, dass die zunächst realisierte Bandbreite nicht aufrecht-erhalten werden kann.

Dem Kunden steht es frei, die Anbindung nach Installation des CPE selbst durchzumessen. Ergibt die Messung, dass die maximale Bandbreite nicht erreicht werden kann, kann der Kunde fonial hierüber informieren.

Minimale Bandbreite je Produktvariante

Produktvariante

Minimale Bandbreite Downstream

Minimale Bandbreite Upstream

VDSL fonial 50M

27,9 Mbit/s

2,7 Mbit/s

VDSL fonial 100M

54 Mbit/s

20 Mbit/s

VDSL fonial 250M

175 Mbit/s

20 Mbit/s

Kann die minimale Bandbreite im Downstream oder Upstream nicht dauerhaft realisiert werden, steht es dem Kunden frei, den Vertrag zu kündigen. Im Falle einer Kündigung des Kunden sind Schadensersatzansprüche und Ansprüche auf Ersatz nutzloser Aufwendungen ausgeschlossen. Sofern der Kunde das vorstehende Kündigungsrecht nicht oder noch nicht ausgeübt hat, gilt die erzielte Bandbreite als vereinbart, ohne dass sich die Gegenleistung ändert.

Stellt fonial bereits im Bereitstellungsprozess der Anbindung fest, dass die maximale Bandbreite nicht erreicht werden kann und erklärt sich der Kunde nach entsprechendem Hinweis schon vor der Bereitstellung hiermit einverstanden, entfällt das Kündigungsrecht des Kunden.

4. Technische Rahmenparameter

4.1 MTU

Die nutzbare MTU-Size beträgt maximal 1.492 Bytes. Um funktionelle Beeinträchtigungen zu vermeiden, ist der Kunde darauf hinzuweisen, dass er keine Applikationen verwendet, die eine größere MTU-Size benötigen.

4.1.1 IP-Adressen

fonial weist je RADIUS-Account wahlweise entweder eine dynamisch vergebene oder eine (1) feste, öffentliche IP-Adresse zu. Die Vergabe von IP-Netzen ist nicht möglich.

fonial vergibt IP-Adressen als Provider-Aggregatable-Adressen aus einem von dem RIPE zugeteilten fonial-Allocated-Classless-Interdomain-Routing- („CIDR“-) Block. Die Vergabe erfolgt in Übereinstimmung mit den Richtlinien des RIPE. Alle IP-Adressen fallen unmittelbar nach Vertragsbeendigung an Fonial zurück.

fonial hat das Recht, die IP-Adressen zu ändern, sofern die Umstände es erfordern. Hierdurch dem Kunden möglicherweise entstehende Aufwendungen sind nicht von fonial zu ersetzen

4.2 IP Routing nach Internet Standards

fonial routet die Daten auf Basis der allgemein anerkannten technischen Standards des Internets. Die Dienstleistung von fonial ist hierbei darauf beschränkt, eine funktionstüchtige Schnittstelle zu den Netzen anderer Anbieter zur Verfügung zu stellen.

4.3 Zugangsverfahren

Das zur Verbindung zwischen CPE und Netz eingesetzte Zugangsverfahren ist PPP (Point-to-Point Protocol).

Unter Verwendung dynamisch vergebener IP-Adressen behält sich fonial eine Trennung jeder einzelnen PPP-Session nach ca. 24 Stunden vor. Nach einer Sessiontrennung kann unmittelbar im Anschluss eine neue PPP-Session aufgebaut werden.

5. Netzmanagement & Service

fonial beseitigt Störungen ihrer technischen Einrichtungen nach Maßgabe des Anhangs Service Level Agreement. Bemerkt der Kunde eine Störung des Dienstes, meldet er die Störung dem fonial Support. Fonial wird, falls es sich um eine Störung von VDSL handelt, die Entstörung entsprechend dem Service Level Agreement einleiten. Falls erforderlich, wird fonial mit dem Kunden einen Termin für den Besuch eines Service-Technikers vereinbaren.

6. Sonstiges

6.1 Kündigung wegen fehlender Endleitung

Will der Kunde die gegebenenfalls erforderliche Endleitung zwischen APL und den vom Kunden genutzten Räumlichkeiten nicht vornehmen (lassen), kann der Kunde den Vertrag außerordentlich kündigen. Zeigt der Kunde der fonial nicht innerhalb von einer (1) Woche nach Information über die fehlende Endleitung an, dass er die Endleitung selbst stellt bzw. sie vornehmen lässt, ist auch fonial zur außerordentlichen Kündigung berechtigt. In beiden Fällen ist fonial berechtigt, dem Kunden die entstehenden Kosten zu berechnen. Im Übrigen sind Ansprüche des Kunden aufgrund seiner Kündigung oder der Kündigung durch fonial ausgeschlossen

6.2 Zusätzliche Anfahrt

fonial ist berechtigt, dem Kunden für jede zusätzliche Anfahrt, die notwendig wird, weil der Kunde im Bereitstellungs- oder Entstörungsprozess oder bei Beauftragung eines Servicetechnikers trotz mitgeteiltem Termin nicht angetroffen wird, die entstandenen Kosten zu berechnen. fonial wird den Kunden bei Mitteilung des Termins ausdrücklich auf diese Kostenfolge hinweisen.

6.3 Expressentstörung

Im Rahmen eines Entstörvorgangs durch fonial kann der Kunde optional eine einmalige Expressentstörung für den VDSL-Anschluss („Expressentstörung“) beauftragen. Näheres zur Expressentstörung wird in dem Service Level Agreement geregelt.

Die fonial durch die Expressentstörung entstehenden Kosten werden dem Kunden als Einmalentgelt berechnet.

6.4 Ungerechtfertigte Störung

fonial ist berechtigt, dem Kunden für jede Störungsbeseitigungsmaßnahme, bei der die Störung im Verantwortungsbereich des Kunden lag, für den fonial nicht einzustehen hat, ein einmaliges Entgelt zu berechnen.