Die Cloud-Telefonanlage für Unternehmen
Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Telefonanlage aus der Cloud
Die Cloud-Telefonanlage kommt über den Internetanschluss aus dem Rechenzentrum und ist die Zukunft der Telefonie für Unternehmen.
Auch, wenn es möglicherweise noch einige Rest-Bestände gibt: Ende 2018 wurde die ISDN-Abschaltung der Deutschen Telekom als größtenteils abgeschlossen deklariert. Handelt es sich nicht um einen alten Vertrag, so funktioniert die Telefonie über das Internet und somit über Voice Over IP (VoIP). Auch andere große Netzbetreiber sind an der Umstellung dran. ISDN steht kurz vor dem Aus. Spätestens jetzt ist es an der Zeit, sich um Alternativen zu kümmern. Gerade Telefonanlagen aus der Cloud stellen für Unternehmen eine vorteilhafte Lösung dar, bieten Sie doch neben einem großen Funktionsumfang, der den herkömmlicher Telefonanlagen übertrifft, ein enormes Sparpotenzial sowie eine nie gekannte Flexibilität.
Was ist eine Cloud-Telefonanlage?
Eine Cloud-Telefonanlage ist eine virtuelle, software-basierte Lösung für die Telefonie im Unternehmen. Diese Art der Telefonanlagen befindet sich im Rechenzentrum und wird über den herkömmlichen Internetanschluss bereitgestellt. Neben den Funktionen und Einstellungen betrifft dies auch die Telefonie. Die Hardware vor Ort ist nicht mehr notwendig.
Den meisten ist eine klassische, stationäre Telefonanlage bekannt. Über diese laufen in einem Unternehmen alle Anrufe, alle Einstellungen werden vor Ort an dieser Anlage getätigt. Für Updates, Funktionserweiterungen und die Erweiterung im Sinne von Mitarbeiteranschlüssen, muss der hauseigene Techniker oder der externe Dienstleister gerufen werden.
Meist sind Veränderungen an der Telefonanlage nicht nur zeitaufwändig, sondern, im Falle des externen Dienstleisters, auch kostenaufwändig.
Sollte das Büro einmal umziehen, braucht es meist mehr als einen Fachmann, um diese Anlage an einen anderen Ort zu bringen und danach alle Endgeräte wieder richtig zu verbinden und einzustellen. Zur Vereinfachung all dieser Vorgänge wurde die Cloud Telefonanlage entwickelt. Sie macht eine stationäre Telefonanlage überflüssig.
Die Telefonie aus der Cloud ist softwarebasiert und funktioniert über das Internet, oder genauer: Über Voice over IP (VoIP).
Das bedeutet, dass nicht mehr über den Telefonanschluss, sondern über einen DSL-Anschluss und somit über das Internet telefoniert wird. Sprachsignale werden umgewandelt und über das IP-Netzwerk übertragen. Dies funktioniert durch ein Netzprotokoll, genauer gesagt über das Session Initiation Protocol (SIP). Dieses wird benötigt, um eine Kommunikationsverbindung aufzubauen. Die SIP-Technik ist sozusagen die Grundlage für die VoIP-Technologie.

Wie funktioniert Cloud-Telefonie?
Cloud-Telefonsysteme werden in Hochleistungs-Rechenzentren gehostet. Vorstellen kann man sich das so, als würde man eine virtuelle Telefonanlage in die Obhut von jemandem geben, der sich dauerhaft darum kümmert. Seien es Sicherheits- und Softwareupdates oder andere Wartungsvorgänge, Sie selbst tragen nicht die Verantwortung dafür und es entstehen keine zusätzlichen Kosten. Die Verantwortung verschiebt sich auf Ihren ausgewählten Provider. Dieser stellt Ihnen die Funktionen der Anlage dann zur Verfügung. Noch ein Vorteil: Wird die Anlage in Deutschland ausgelagert, so wie das Cloud-Telefonsystem von fonial, dann unterliegt sie automatisch den strengen Datenschutzgesetzen Deutschlands.
Was sind Cloud-Telefone ?
Cloud Telefone ergänzen eine Cloud-Telefonanlage sinnvoll, da sie sich ohne aufwendige lokale Infrastruktur in die bestehende Telefonie einbinden lassen. Gemeint sind damit IP-fähige Endgeräte, die über das Internet mit dem Cloud-Telefonsystem verbunden und dadurch flexibel an unterschiedlichen Arbeitsplätzen eingesetzt werden können. Besonders praktisch ist ein Cloud Telefon für Unternehmen, die auf mobilen Arbeitsmodellen, wechselnde Standorte oder eine schnelle Einrichtung neuer Mitarbeiter setzen. Ein Cloud Telefon trägt dazu bei, dass die moderne Unternehmenskommunikation nicht nur zentral verwaltet, sondern auch im Alltag einfach und zuverlässig genutzt werden kann.
Cloud-Telefonanlage: Vor- und Nachteile
Einige Vorteile liegen auf der Hand, so zum Beispiel die enorme Kostenersparnis. Allein die Anschaffung einer lokalen Telefonanlage kann einen hohen Investitionsaufwand mit sich bringen. Dazu muss Sie auch noch regelmäßig gewartet werden. Durch eine cloudbasierte Telefonanlage fallen diese Ausgaben weg. In der Regel zahlen Sie nur einen monatlichen Beitrag für Ihre aktivierten Rufnummern.
Kleines Rechenbeispiel: Bei fonial fallen lediglich 3,90 € mtl. netto (4,64 € inkl. MwSt.) pro aktivierter Rufnummer an. Bei 10 Mitarbeitern und entsprechend 10 aktivierten Rufnummern wären das nur 39,00 € mtl. netto (46,40 € inkl. MwSt.).
Außerdem ist die Bedienung eines Cloud-Telefonsystems unkomplizierter als bei einer analogen Telefonanlage. Alle Funktionen können über ein Kundenkonto, welches über den klassischen Webbrowser aufgerufen wird, gesteuert werden, dazu wird kein Fachmann benötigt. Mit wenig Aufwand sind neue Geräte angelegt oder Mitarbeiter hinzugefügt. In einer Übersicht sieht man alle Rufnummern, den zugehörigen Mitarbeiter und das Endgerät. Einstellungen können jederzeit geändert und angepasst werden. Durch verschiedene Nutzerberechtigungen können Mitarbeiter auch selbstständig Ihre Rufnummern verwalten.
Darüber hinaus ermöglicht ein Cloud-Telefonsystem hohe Flexibilität, und das in verschiedener Hinsicht. Die Anlage lässt sich gut auf die Größe eines Unternehmens anpassen. Wächst ein Unternehmen und es werden mehr Mitarbeiter eingestellt, kann man mit wenigen Klicks neue Teilnehmernummern bestellen und diese dann mit einem Endgerät verbinden. Dadurch ist sie sowohl für kleine als auch für große Unternehmen geeignet. Außerdem können Teilnehmernummern beliebig aktiviert oder deaktiviert werden. Dabei fallen im Normalfall immer nur für aktivierte Teilnehmernummern Kosten an, damit Sie nur das zahlen, was sie eben auch verbrauchen.
Flexibel ist man auch was den Aufenthaltsort betrifft. Das Home-Office wird auch in Deutschland immer beliebter, Dienstreisen sind bei vielen auch nicht ausgeschlossen. Durch die Cloud-Lösung können Sie eine Rufnummer nicht nur von einem Telefon aus verwenden, sondern haben die Möglichkeit verschiedene Endgeräte als Teilnehmernummern Ziele anzugeben, oder entsprechend Weiterleitungen anzulegen. Auch Softphones können integriert werden, damit Sie von Ihrem Smartphone oder Ihrem Computer aus über Ihre Büro-Rufnummer telefonieren können. Und das geht überall auf der Welt. Moderne Telefonie basierend auf der Cloud ist standortunabhängig.
Die Funktionen eines Cloud-Telefonsystems sind zahlreich. Bei fonial profitieren Sie von einem Funktionsumfang von über 100 Funktionen und können die Anlage so individuell auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Führen Sie Konferenzen, laden Sie Ihre eigene Wartemusik hoch oder versenden Sie Faxe mit Ihrem Smartphone. Auch die Kommunikation innerhalb eines Unternehmens kann deutlich verbessert werden. Mit der Funktion Besetztlampenfelder (auch "Busy-Lamp-Field", kurz: BLF) haben Sie die Telefonate Ihrer Kollegen im Blick und nehmen Anrufe an, falls diese verhindert oder bereits im Gespräch sind. Das Telefonieren über die Cloud ist die Zukunft für Unternehmen, weil es eine höhere Effizienz möglich macht.
Die Nachteile der Cloud-Telefonie
Doch neben den ganzen Vorteilen hat das Cloud-Telefonsystem auch ein paar Nachteile. So sollte bekannt sein, dass für die Telefonie über die Internetleitung eine gewisse Bandbreitebenötigt wird. Ist man sowieso bereits an der Grenze der Datenrate angekommen, so muss eine Lösung gefunden werden, bevor auf das Cloud-Telefonsystem mit IP-Telefonie umgestellt wird. Grundsätzlich geht man dabei von ca. 100 kBit/spro aktivem Gespräch im Up- und Downstream aus. Sprechen also 5 Mitarbeiter gleichzeitig, so wird alleine für die Telekommunikation eine Bandbreite von 500 kBit/s im Up- und Downstream benötigt - neben dem Internet-Traffic, der bereits besteht.
Viele Cloud-Telefonsysteme sind so günstig, da sie auf dem Prinzip Self-Service basieren. Das heißt: Der Kunde meldet sich selbstständig an und konfiguriert die Telefonanlage über seinen Webbrowser. Dienstleister sind nicht mehr vonnöten, was natürlich auch Vorteile, wie Flexibilität und Kostenersparnis mit sich bringt, aber natürlich auch eine gewisse Eigenverantwortung und Kenntnis, die im Unternehmen vorhanden sein soll. Grundsätzlich sind diese Art Telefonanlagen aber meist so aufgebaut, dass Sie so einfach wie möglich konfigurierbar sind.
Da die Telekommunikation bei Cloud-Telefonsystemen auf VoIP-Technologie basiert und somit über die Internetleitung geschieht, kann diese bei einem Internet- oder Stromausfall beeinträchtigt werden. Hatte die ISDN-Technik eine eigene Stromspeisung, die auch bei Ausfällen weiter funktionierte, so ist dies bei VoIP-Technologie nicht mehr der Fall. Der Nachteil: Die Cloud-Telefonie funktioniert dann nicht mehr. Allerdings haben Sie bei Cloud-Telefonsystemen durch das Hosting in geo-redundanten Rechenzentren die Sicherheit, dass Ihre Daten und Einstellungen nicht von dem Ausfall betroffen sind.
Auch Fallback-Lösungen, wie die Telekommunikation über das Mobiltelefon über Weiterleitungen auf die Handynummer oder über die Nutzung einer Call-App über das mobile Internet, sind mit dem Cloud-Telefonsystem zur Überbrückung eines Ausfalls möglich.
Funktionen der Telefonanlage aus der Cloud
Damit Sie sich die Funktionsvielfalt eines Cloud-Telefonsystems besser vorstellen können, hier ein paar Beispiele aus der Telefonanlage von fonial. Übrigens: Im fonial PLUS Tarif sind alle aktuellen Funktionen sowie alle Funktionen, die in Zukunft hinzugefügt werden, inklusive. Ein Cloud-Telefonsystem stellt alle klassischen Telefonanlagen-Einstellungen zur Verfügung, sowie weitere Features, die darüber hinausgehen.

- Konferenznummern: Eine beliebige Anschlussnummer kann als Konferenzrufnummer dienen, Teilnehmer rufen diese Nummer dann einfach an und wählen sich mit einer PIN ein.
- Mobile Integration: Telefonieren Sie mit Ihrem Smartphone und seien Sie auch unterwegs erreichbar.
- Fax2Mail: Faxe empfangen ohne ein klassisches, stationäres Faxgerät, ganz einfach per Mail.
- Web2Fax: Wenn Sie einer Rufnummer den Verwendungstyp „Faxnummer“ zuordnen, können Sie auch Faxe direkt aus Ihrem Kundenkonto aus versenden.
- BLF & Pick-Up: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Telefonate von Kollegen, um Anrufe für diese entgegennehmen zu können.
- Verschiedene Identitäten: Telefonate von einem Endgerät, aber mit unterschiedlichen Teilnehmernummern bei ein- und ausgehenden Anrufen.
- Interactive Voice Response (Sprachmenü): Selektieren Sie Ihre Anrufer vor und weisen Sie diesen direkt dem richtigen Gesprächspartner zu.
Wann sollte auf Cloud-Telefonie umgestiegen werden?
Bis Ende 2018 will die Deutsche Telekom die ISDN-Abschaltung abgeschlossen haben. Die All-IP-Umstellung lässt also nicht mehr lange mit sich warten. Andere Anbieter werden früher oder später nachziehen. Schätzungen zufolge wird es spätestens 2022 keine ISDN-Anschlüsse mehr geben. Das bedeutet, dass jeder davon betroffen ist, und sich Gedanken über andere Lösungen machen sollte. Eine Cloud-basierte Telefonanlage ist die optimale Alternative zur ISDN-Technik.
Die Gründe für die IP-Umstellung: Anbieter sparen Kosten, wenn Sie nur ein Netz betreiben müssen. Zwei Netze, also das ISDN-Netz und das Internet, sind mittlerweile unnötig. Voice Over Internet Protocol hat es ermöglicht, die Telekommunikation ebenfalls über das Internet abzuwickeln. Und nicht nur Telekommunikation und Internet, sondern auch Fernsehen und Streaming sind über das Internet möglich. Im Grunde ist es demnach eine Vereinfachung, die Anbieter „räumen auf“.
So funktioniert der Umstieg auf die Cloud-Telefonie
Um auf die Telekommunikation aus der Cloud umzusteigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die von verschiedenen technischen Voraussetzungen abhängen.
SIP-Trunk

Wenn Sie bereits eine analoge Telefonanlage besitzen und diese auch weiter verwenden möchten, dann ist SIP Trunking eine mögliche Alternative für Sie. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Ihre Telefonanlage VoIP-fähig ist. Beim SIP- Trunking wird ihre klassische Telefonanlage an das Internet angeschlossen. Dabei müssen Sie beachten, dass Sie auf diese Weise nicht den vollen Funktionsumfang des Cloud-Telefonsystems nutzen können und auch klassische ISDN-Funktionen gegebenenfalls wegfallen. Für viele ist das jedoch vor allem als Zwischenlösung gut geeignet.
Cloud-Telefonanlage
Wenn Sie keine nicht-digitale Telefonanlage besitzen, können Sie ganz unkompliziert Nutzer eines virtuellen Cloud-Telefonsystems werden. Der Vorteil dabei ist, dass Ihnen eine Vielzahl von Funktionen zur Verfügung steht, und diese auch ganz einfach über ein Kundenkonto bedient werden können. Noch dazu haben Sie eine bessere Übersicht über Anschlussnummern, angelegte Mitarbeiter und alle Einstellungen. Bestehende Teilnehmernummern können bei Bedarf durch eine Rufnummernportierung ganz einfach vom alten Anbieter mitgenommen werden. Für volle Flexibilität und Effizienz ist cloudbasierte Telekommunikation die optimale Lösung. Profitieren Sie von der All-IP-Umstellung.
Auswahl eines geeigneten Anbieters für Cloud-Telefonanlagen
Gerade für neue VoIP-Kunden ist es schwierig zwischen all den VoIP-Anbietern den besten zu finden. Ein Vergleich der Anbieter ist essenziell, um den passenden für sich zu finden. Als kleine Hilfestellung haben wir nachfolgend ein paar wichtige Kriterien gesammelt:
- Sicherheit: Achten Sie darauf, dass die Telefonanlage in mehrfach georedundanten Datenzentren in Deutschland gehostet wird. Nur so unterliegt die Anlage den strengen deutschen Datenschutzgesetzen. Die Sicherheit bei IP-Telefonie steht manchmal in der Kritik – dies ist aber unbegründet, denn die Sicherheit von Voice Over Internet Protocol steht der Sicherheit der ISDN-Technik in nichts nach.
- Standortunabhängigkeit: Können verschiedene Standorte eingebunden werden? Kann mein Smartphone oder PC integriert werden? Von wo aus habe ich Zugriff auf meine Benutzerdaten oder Einstellungen? Je flexibler der Standort ist, desto besser. So können Sie von einem Standort aus ohne Reisekosten weitere Niederlassungen anbinden. Außerdem sind Sie immer dort erreichbar, wo Sie sich gerade aufhalten – unter derselben Anschlussnummer, wie immer.
- Skalierbarkeit: Wichtig ist, dass Ihr Cloud-Telefonsystem sich immer Ihrem Unternehmen anpassen kann. Entscheiden Sie sich für einen Anbieter, bei dem Sie Teilnehmernummern jederzeit hinzubuchen oder abbestellen können, und sie immer nur das zahlen, was sie verbrauchen.
- Funktionsvielfalt: Die Anzahl der angebotenen Funktionen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Auch dadurch kann die Telefonanlage individuell auf den Bedarf des Unternehmens zugeschnitten werden, die Grundlage um effizient arbeiten zu können. Wichtig ist aber nicht nur die Menge der Funktionen, sondern auch eine einfache Bedienung. Informieren Sie sich vorher genau darüber, welche Funktionen Ihnen wichtig sind, und welcher Anbieter diese zur Verfügung stellt.
- Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sollte gegeben sein. Zwar sollte man nicht einzig und allein die Kosten als Kriterium sehen, sondern immer Punkte wie Funktionsvielfalt oder Sicherheit beachten, aber an einigen Stellen kann man bares Geld sparen. Bei Ihrem Anbieter sollten Sie immer nur für die Teilnehmernummern zahlen, die auch aktiviert sind. Außerdem gibt es oft die Möglichkeit Flatrates zu buchen und auf diese Weise Kosten einzusparen, gerade bei Vieltelefonierern. Vermeiden Sie auch lange Vertragslaufzeiten und hohe Einrichtungsgebühren.
- Informationen: Einen guten Anbieter erkennen Sie auch an der Art und Weise, wie er seine Kunden aufklärt und unterstützt. Ein detaillierter Hilfebereich, der Sie auch mit hilfreichen Videoanleitungen informiert, oder ein freundlicher Support, der zu geregelten Zeiten erreichbar ist, sind sehr viel wert.
Cloud-Telefonanlage für Unternehmen jeder Größe: Die richtige Wahl treffen
Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für den Wechsel in die Cloud und profitieren von den Vorteilen einer Cloud-Telefonanlage. Besonders für Unternehmen mit wachsenden Anforderungen ist eine cloudbasierte Telefonanlage die ideale Lösung, da sie flexibel und skalierbar ist. Viele Anbieter haben sich auf Cloud-Telefonanlagen für Unternehmen spezialisiert. Die Funktionen dieser Telefonanlage gehen weit über die einer Telefonanlage vor Ort hinaus: Cloud-Telefonanlagen werden in Hochleistungs-Rechenzentren in der Cloud gehostet, was eine ortsunabhängige Nutzung der Telefonanlage ermöglicht. Je nach Anbieter können Unternehmen diese nutzen, integrieren und individuell konfigurieren. Die Cloud-Telefonanlage bietet zahlreiche Vorteile für Unternehmen jeder Größe, von Start-ups bis hin zu etablierten Firmen. Eine virtuelle Cloud-Lösung ermöglicht es, dass die Telefonanlage funktioniert, egal wo sich die Mitarbeiter befinden, ideal für Unternehmen mit Home-Office oder Unternehmen mit mehreren Standorten.
Technische Voraussetzungen
Voraussetzung für die Telekommunikation in der Cloud ist ein Internetanschluss. Dieser muss aber eine bestimmte Datenrate besitzen. Die benötigte Bandbreite hängt von der Größe des Unternehmens und der Internetnutzung oder dem Telefonie-Verhalten der einzelnen Mitarbeiter ab. Also ganz wichtig: Rechnen Sie die benötigte Datenrate unbedingt vor dem Umstieg auf Voice Over Internet Protocol aus! So vermeiden Sie eine schlechte Sprachqualität bei Telefonaten.
Ein VoIP-Gespräch erfordert ca. 100 kBit/s, mit etwas Spielraum 150 kBit/s, im Down- und Upstream. Multiplizieren Sie diese Zahl mit der Anzahl Ihrer telefonierenden Mitarbeiter. 10 Mitarbeiter würden demnach bereits eine Datenrate von max. 1,5 Mbit/s im Down- und Upstream erfordern. Beachten Sie dabei, dass bei einem ADSL-Anschluss die Down- und Upstream-Geschwindigkeit nicht symmetrisch sind. Der Upstream ist in der Regel viel geringer.
Außerdem dürfen Sie bei Ihrer Rechnung auch die sonstige Internetnutzung nicht vergessen. Recherchen, E-Mail-Verkehr und sonstige Arbeit, die im Internet von Statten gehen, muss berücksichtigt werden.
Wie kann man Rufnummern bestellen oder portieren?
Sie haben die Möglichkeit, entweder eine neue Anschlussnummer zu bestellen, oder – falls vorhanden – alte Teilnehmernummern zu Ihrem neuen Anbieter portieren zu lassen. Teilnehmernummern bestellen Sie online für Ihr gewünschtes Ortsnetz. Beachten Sie, dass Sie in der Regel nur das Ortsnetz auswählen können, in dem Sie auch einen Firmensitz haben. Dann müssen Sie angeben, wie viele Teilnehmernummern Sie bestellen möchten und ob diese fortlaufend sein sollen.
Bei fonial haben Sie sogar die Möglichkeit weitere Teilnehmernummern zu reservieren. Sollte Ihr Betrieb größer werden und mehr Mitarbeiter einstellen, können Sie so dafür sorgen, dass diese trotzdem fortlaufende Anschlussnummern erhalten. Nachdem Sie alle erforderlichen Dokumente hinterlegt haben, wird Ihr Anbieter Ihnen Ihre Rufnummern freischalten. Von Gewerbekunden verlangen wir neben einem Adressnachweis (z.B. durch einen Handelsregisterauszug oder eine Gewerbeanmeldung) die Verifizierung über einen PIN-Brief. Für Privatkunden ist die Verifizierung der Adresse über den PIN-Brief ausreichend. Mehr dazu finden Sie hier.
Wenn Sie Ihre bestehende Anschlussnummer behalten möchten, müssen Sie eine Rufnummernportierung in Auftrag geben. Das machen Sie nach Vertragsvereinbarung beim neuen Provider, indem Sie die zu portierende Anschlussnummer und den alten Anbieter angeben. Somit überlassen Sie auch die Kündigung Ihres alten Vertrages Ihrem neuen Anbieter. Eine Portierung kann unter Umständen eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen – je nach Restdauer Ihres Vertrages beim Altanbieter.
Wichtig ist, dass Ihre Kundendaten beim neuen und beim alten Anbieter identisch sind, sonst fallen möglicherweise Gebühren für eine Vertragsumschreibung an. Sie werden benachrichtigt, sobald Ihre Anschlussnummer portiert wurde.
Mit welchen Endgeräten kann mit der Cloud-Telefonanlage telefoniert werden?
Bei der Telekommunikation in der Cloud müssen auch entsprechende Endgeräte mit eingeplant werden. Am einfachsten ist die Nutzung eines IP-Telefons. Dieses bietet vollen Funktionsumfang. Unterscheiden kann man Geräte, die autoprovisionierbar sind, und Geräte, die manuell eingestellt werden müssen.
Ersteres ist etwas benutzerfreundlicher, da die Geräte sich nach dem Verbinden mit der Telekommunikationsanlage selbst einstellen. Eine Auswahl von IP-Telefonen und passendem Zubehör finden sie auch im fonial Shop. Wenn Sie aber schon im Besitz von nicht-digitalen oder ISDN-Endgeräten sind, und diese auch weiterverwenden möchten, können diese durch Adapter an das IP-Netz angeschlossen werden. Bei dieser Variante kann es jedoch zu Funktionseinsbußen kommen.
Als Alternative oder zusätzlich zu den Telefonen können Softphones in Ihr Cloud-Telefonsystem integriert werden. Diese sind Software-Applikationen, mit deren Hilfe sich ein PC mit Ihrer Telekommunikationsanlage verbinden lässt. Sie können dann – am besten mit einem Headset – über Ihren Computer telefonisch kommunizieren. Auch auf Smartphones ist eine solche Integration möglich.
Die häufigsten Fragen zur Cloud-Telefonanlage
Brauche ich für eine Cloud Telefonanlage nach wie vor einen Telefonanschluss?
Nein, den brauchen Sie nicht. Für die Bereitstellung der Telekommunikationsanlage benötigen Sie lediglich einen Internetanschluss. Dieser macht einen klassischen Telefonanschluss überflüssig, da die Telekommunikation über das Internet abgewickelt wird.
Wie sicher ist eine Cloud Telefonanlage?
Nicht jedes Cloud-Telefonsystem ist gleich sicher. Vergleichen Sie im Vorfeld die Sicherheitsstandards eines Anbieters. Bei fonial wird Sicherheit großgeschrieben. Serverstandort Deutschland, 3-fach georedundant, verschlüsselte Datenübertragung und Stresstests der Infrastruktur sind für uns selbstverständlich. Außerdem sorgen regelmäßige Updates, ebenfalls für Sicherheit. Nicht zu vergessen aber auch die physische Sicherheit einer Telekommunikationsanlage durch Brandschutz und Zutritts- und Zugriffsschutz. Grundsätzlich ist ein Cloud-Telefonsystem genauso sicher, wie klassische Anlagen.
Wann wird von ISDN auf VoIP umgestellt?
Die Umstellung ist bereits in vollem Gange. Die Deutsche Telekom will bis Ende 2018 alle ISDN-Anschlüsse abgeschaltet haben. Nach Schätzungen wird es spätestens 2022 keine ISDN-Technik mehr in Deutschland geben.
Was passiert, wenn mein aktueller Vertrag von der Umstellung betroffen ist?
Es gibt zwei Möglichkeiten: Es wird Ihnen ein neuer Vertrag zu einem IP-Anschluss vorgeschlagen, den Sie unterschreiben können. Wenn Sie das aber nicht möchten, kann es unter Umständen zu einer Zwangskündigung kommen. Das größte Sparpotenzial bietet ohnehin ein Anbieterwechsel.