Rufnummernportierung

Ihre Anleitung für eine reibungslose Rufnummernmitnahme

Wenn Sie Ihren Telefonanbieter wechseln, möchten Sie meistens Ihre Rufnummer behalten. Schließlich kann eine Änderung der Rufnummer ziemlich viel Aufwand mit sich bringen: Beispielsweise müssen Kontakte und Kunden über die Rufnummernänderung in Kenntnis gesetzt werden und sich umgewöhnen. Ob dann auch jeder die Information erhalten hat, der sie benötigt? Ganz nebenbei muss die Rufnummer auch an verschiedenen Orten geändert werden: Im Telefonbuch, auf Visitenkarten, Flyern und der Website. Gerade bei Drucksachen können hier zum Teil hohe Kosten entstehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Eine Änderung der Rufnummer ist lästig. Ein Glück, dass man seine Rufnummer bei einem Anbieterwechsel mitnehmen kann. Damit die Rufnummernmitnahme – oder „Rufnummernportierung“, wie man sie im Fachjargon nennt – reibungslos verläuft, haben wir in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zum Thema gesammelt.

Rechtsanspruch auf Rufnummernmitnahme – das sagt die Bundesnetzagentur

Grundsätzlich hat jeder Kunde eines Telefonanbieters einen Rechtsanspruch darauf, die eigene(n) Rufnummer(n) bei einem Anbieterwechsel mitzunehmen - das sagt auch die Bundesnetzagentur (BNetzA).

Ausnahmen: Wenn Sie Ihr Ortsnetz wechseln, verlieren Sie den Anspruch auf die Nutzung der Rufnummer. Sie benötigen dann neue Rufnummern aus Ihrem neuen Ortsnetz. Auch dies ist von der Bundesnetzagentur so vorgeschrieben.

Ein Anbieterwechsel liegt vor, wenn der Kunde einen Vertrag mit einem neuen Telefonanbieter abgeschlossen hat und der Vertrag mit dem Alt-Anbieter beendet ist.

Portierungen werden beim neuen Anbieter beauftragt. Dieser stimmt sich mit dem Alt-Anbieter ab und nennt einen Portierungstermin. Die technische Aktivierung der Rufnummern erfolgt am Portierungstag und dauert in der Regel nicht länger als einen Kalendertag, sodass, wenn es überhaupt vorkommen sollte, nur mit einer kurzen Unterbrechung gerechnet werden muss. 

So bereiten Sie die Rufnummernportierung vor

Um eine möglichst reibungslose Portierung zu gewährleisten, können Sie im Vorfeld schon einige Vorkehrungen treffen:

  1. Treten Sie mit Ihrem Alt-Anbieter in Kontakt und gleichen Sie die Vertragsdaten ab. Schon bei geringen Abweichungen (Leerzeichen, Abkürzungen etc.) kann ein Portierungsantrag abgelehnt werden.
  2. Fragen Sie auch danach, welche Rufnummern Teil des Vertrages sind und ob es sich um Einzelrufnummern (MSN) oder Rufnummernblöcke handelt. Rufnummernblöcke können nur als Ganzes portiert werden.
  3. Klären Sie, zu wann der Alt-Anbieter die Rufnummern freigeben kann. Oft hängt das Datum von etwaigen Vertragslaufzeiten ab. Manchmal lassen sich die Rufnummern aber schon früher portieren.
  4. Fragen Sie nach, ob durch die Portierung der ganze Anschluss gekündigt wird. Insbesondere, wenn Sie durch den Anbieter einen Internetanschluss beziehen und diesen behalten möchten, ist diese Information wichtig.
  5. Stellen Sie den Portierungsantrag beim neuen Anbieter so früh wie möglich. Es besteht die Möglichkeit durch den Portierungsantrag den Anschluss beim Alt-Anbieter zu kündigen. Achten Sie dann insbesondere darauf, dass Ihr Portierungsantrag mit der Anschlusskündigung rechtzeitig innerhalb der Kündigungsfrist beim Alt-Anbieter eintreffen kann. Haben Sie den Vertrag bereits gekündigt, sollten Sie den neuen Anbieter trotzdem mindestens 2 Wochen vor dem Vertragsende mit der Portierung der Rufnummer(n) beauftragen. Die meisten Anbieter ermöglichen in der Regel auch eine nachträgliche Portierung bis zu 90 Tage nach dem Vertragsende. Dies macht die Rufnummernmitnahme jedoch um einiges komplizierter.

Rufnummernportierung – so funktioniert es bei fonial 

Wenn Sie Ihre Rufnummer von Ihrem jetzigen Anbieter zu fonial umziehen möchten, dann gehen Sie wie folgt vor:

  1. Loggen Sie sich in Ihr fonial Kundenkonto ein. Im Menüpunkt „Bestellungen“ finden Sie die Option „Rufnummern portieren“. Füllen Sie die Maske mit Ihren Daten aus. Achten Sie bitte darauf, den richtigen Rufnummerntyp auszuwählen – je nachdem, ob es sich um Einzelrufnummern (MSN) oder einen Rufnummernblock handelt. Pro Portierungsvorgang können bis zu 10 MSN eingetragen werden. Bei mehr als 10 Einzelrufnummern benötigen wir einen weiteren Auftrag.
  2. Laden Sie den unterschriebenen Portierungsauftrag in Ihrem Kundenkonto hoch. Bitte achten Sie darauf, dass ein berechtigter Vertreter den Antrag unterschreibt. Mit einem Firmenstempel wird die Berechtigung zur Vertretung der Firma unterstrichen.
  3. Wir prüfen Ihren Portierungsauftrag und senden ihn an Ihren Alt-Anbieter.
  4. Sobald wir einen Portierungstermin erhalten, informieren wir Sie selbstverständlich umgehend.
  5. 3 Werktage vor dem Portierungstermin spielen wir Ihre Rufnummern in Ihrem Kundenkonto ein, sodass Sie diese bereits konfigurieren können und zum Zeitpunkt der Umschaltung sofort erreichbar sind.
  6. Am Stichtag telefonieren Sie über fonial.

 Schema des Ablaufs einer Rufnummernportierung

Das kostet die Mitnahme einer Rufnummer

Für die Portierung der Rufnummer berechnet Ihnen der neue Anbieter in der Regel nichts. Bei fonial sind eingehende Portierungen grundsätzlich kostenfrei. Der abgebende Anbieter hingegen berechnet für die Aufwände des Rufnummernexports ein Entgelt. Dieses ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Meist wird ein Preis in Höhe von bis zu 29,95 Euro verlangt.

Möchten Sie von fonial zu einem anderen Anbieter wechseln und Ihre Rufnummer(n) dorthin mitnehmen, so ist dies natürlich möglich. Für unsere Aufwände berechnen wir 8 Euro netto (9,52 Euro inkl. MwSt.) pro Portierungsvorgang.

Rufnummernmitnahme im Mobilfunk

Natürlich können Sie auch Ihre Handynummer bei einem Anbieterwechsel mitnehmen – egal, ob es sich um einen Festvertrag oder einen Prepaid-Vertrag handelt. Im Gegensatz zu Festnetzrufnummern müssen Sie bei Ihrer Mobilfunknummer den Vertrag nicht vor der Portierung beenden. Auch bei der Portierung einer Handynummer entstehen Kosten, über die Sie Ihr Mobilfunkanbieter informieren muss. Zudem muss er Ihnen eine neue Mobilfunkrufnummer zuteilen, wenn Sie dies wünschen. Ansonsten gelten dieselben Regeln, die auch bei der Portierung einer Festnetzrufnummer anzuwenden sind.

Bitte beachten: Bei fonial können lediglich Festnetzrufnummern portiert werden.

Zusammenfassung: Die Änderung einer Rufnummer kann lästig sein. Aus dem Grund lohnt sich die Mitnahme der Rufnummer von Anbieter zu Anbieter in den meisten Fällen. Grundsätzlich haben Sie einen Rechtsanspruch auf die Mitnahme Ihrer Rufnummer(n). Die Portierung wird beim neuen Anbieter beauftragt, der sich auch darum kümmert, Ihre Rufnummer(n) umzuziehen. Am Portierungstag können Sie dann mit Ihrer gewohnten Rufnummer über den neuen Anbieter telefonieren.

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