Domain

Was ist eine Domain?

Bei einer Domain handelt es sich, einfach gesagt, um eine Internetadresse. Als Beispiel kann „fonial.de“ genannt werden. Jede Domain verweist auf eine IP-Adresse, die aus Zahlen und Punkten besteht.

Domain bedeutet frei übersetzt „Bereich“. Alternativ neben der Bezeichnung „Domain“ werden auch die Bezeichnungen „Domäne“ (im IT-Kontext), „Internet-Adresse“ oder „Domain-Name“ benutzt.

Wofür gibt es Domain-Namen?

Um eine Internetseite aufzurufen, wird die Domain oder IP-Adresse benötigt. Da Domain-Namen einfacher zu merken und einzugeben sind, verwendet man meistens den Domain-Namen, um die gewünschte Internetadresse aufzurufen.

Domain-Namen werden also aufgrund der Benutzerfreundlichkeit beim Surfen im Internet verwendet. Domain-Namen müssen zunächst registriert werden, bevor diese für eine Internetseite festgelegt werden. Dabei ist es wichtig, dass jeder Domain-Name nur einmal vergeben wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Domain nicht mir der URL gleichgesetzt wird, da die Domain nur ein Bestandteil der URL ist.

Domain registrieren und betreiben

Wenn Sie eine Webseite betreiben möchten, die über eine entsprechende Domain auffindbar ist, müssen Sie diese zunächst registrieren.

Es stehen weltweit über 1500 Top-Level-Domains, sprich Domainendungen, für die Registrierung zur Auswahl. Sie können diese in Kombination mit Ihrem Domain-Namen bei einem Anbieter bestellen. Dieser kümmert sich dann um die technische Umsetzung. Sprich, er registriert die Domain bei der Domain-Registry. Ist die Registrierung abgeschlossen, wird sie per DNS auf den Webspace verbunden. Bei der Bestellung wird auch ein Nutzungszeitraum ausgemacht, vor dessen Ablauf der Anbieter zuständig, den Kunden zu informieren oder die Domain automatisch zu verlängern, sofern dies vereinbart wurde.

Die Kosten für die Registrierung und das Betreiben einer Domain hängt von der gewählten Top Level Domain ab. Dies kann stark nach Beliebtheit und Verfügbarkeit variieren. Eine der günstigsten Domainendungen ist .DE für Deutschland ab 0,49 EUR monatlich. Die beliebte COM-Domain ist ab 0,99 EUR monatlich zu haben.

Aufbau einer Domain

Die Struktur eines Domain-Namens setzt sich aus drei oder mehr Teilen zusammen, die jeweils durch Punkte voneinander getrennt werden. Die hinzugefügten Teile werden als Subdomains bezeichnet. Der gesamte Domain-Name wird immer von hinten nach vorne gelesen.

Die Domain beginnt ganz rechts mit der Top-Level-Domain (TLD). Top-Level-Domains unterscheidet man in zwei Typen: geografische oder Country-Code Top-Level-Domains (ccTLD) und organisatorische oder generische Top-Level-Domains (Generic Top-Level-Domain, gTLD). Bei dem Ersten handelt es sich um Zuschreibung von Länder- oder Ortscodes, bei dem Zweiten um Zuschreibungen von Organisationsformen.

Organisatorische Top-Level-Domains

.shop Online-Shop
.biz Business, für große und kleine Unternehmen
.com Kommerzielle Domain
.edu Schulen, Universitäten, Bildungseinrichtungen
.info

Informationsdienste

.int International tätige Institutionen
.net Netzspezifsche Dienste und Angebote
.org Nichtkommerzielle Projekte

Geografische Top-Level-Domains

.at Österreich
.au Australien
.ch Schweiz
.de Deutschland
.fr Frankreich
.uk Vereinigtes Königreich
.it Italien
.berlin Berlin

Der Mittelbau eines Domain-Namens, die Second-Level-Domain (SLD), kann von einer Person oder Organisation beantragt und eingesetzt werden kann. TLD und SLD ermöglichen dem Inhaber, einen Server mit dem Namen "www" zu betreiben. Ein Domain-Name kann noch weiter in eine Third-Level-Domain unterteilt werden, die auch als Sub-Level-Domain oder Subdomain bezeichnet wird. Ganz am Ende der Kette, sprich am Anfang des Domain-Namens, wird dann der optionale Hostname des Computers eingesetzt.

In einigen Ländern, wie beispielsweise Großbritannien, gibt es zur besseren Unterscheidung festgelegte Second-Level-Domains (zum Beispiel .co.uk., .ac.uk. oder .gov.uk.). Unterhalb der Second-Level-Domain können weitere Sub-Level-Domains (Subdomains) vorhanden sein, für die der Inhaber der Second-Level-Domain verantwortlich ist.

Eine komplett zusammengesetzte Adresse wir als Fully Qualified Domain Name (FQDN) bezeichnet.

Computername
(Host oder Dienst)
Second-Level-
Domain (SLD)
Top-Level-
Domain (TLD)
www.beispiel.de
ftp.beispiel.de


Computername
(Host oder Dienst)
Sub-Level
-Domain
(Subdomain)
Second-Level-
Domain (SLD)
Top-Level-Domain
(TLD)
www.co.beispiel.de


Unterschied zu einer URL

Der Unterschied zwischen einer URL und einer Domain besteht darin, dass eine URL auch den Verzeichnispfad und das Dokument miteinschließt.

  • URL: http:// domain /pfad

Indem man eine Domain registriert, hat man die Möglichkeit alle möglichen URLs dieser Domain zu nutzen. Domain bezeichnet einen Webseitennamen, zu dem Subdomains oder Hosts gehören. Bei „beispiel.de“ handelt es sich um die Domain, bei „www.beispiel.de“ um eine Subdomain.

Der Hostname ist der Name, unter dem sich das System selbst kennt und mit dem sich das System meldet. Bei Rechnern, die direkt im Internet stehen, wird für gewöhnlich ein Fully Qualified Domain Name (FQDN) als Hostname verwendet, z. B. mail.beispiel.de.

Domain Name System (DNS)

Die Domain ist Teilbereich des Domain Name Systems (DNS). Bei dem Domain Name System (DNS) handelt es sich um einen der wichtigsten Dienste in vielen IP-Netzwerken. Die Hauptaufgabe des DNS ist es, Anforderungen zur Auflösung von Computernamen zu beantworten. Die Informationen dazu liegen nicht auf einer zentralen Datenbank, sondern sind auf vielen Namenservern, oder auch DNS-Servern, verteilt.

DNS lässt sich mit einem Telefonbuch vergleichen. In einem Telefonbuch sucht man anhand des Namens nach der entsprechenden Telefonnummer. Im Domain Name System hingegen schaut man nach einem Computernamen, der Aufschluss über die dazugehörige IP-Adresse gibt.

Aufgaben des Domain Name Systems

Die Hauptaufgabe des DNS ist die Namensauflösung. Eine weitere Aufgabe ist die Verwaltung der DNS-Zonen. Bei den DNS-Zonen handelt es sich um eine Verwaltungseinheit, die an einen Teil des Domain-Namens gebunden ist. Ein DNS-Server ist für eine oder mehrere dieser DNS-Zonen verantwortlich. Das heißt, er ist derjenige, von dem eine DNS-Anfrage eindeutig und korrekt zu seiner Zone beantwortet werden kann.

Die Einträge in einer DNS-Zone werden als Resource Records bezeichnet. Jeder Resource Record bezieht sich auf einen anderen Record-Type, der eine bestimmte Information enthält. Diese Information kann zum Beispiel eine IP-Adresse oder die Mailserver-Adresse eines Domain-Namens bzw. der Zone sein.

Ein DNS-Service ist ein global verteilter Service, der Domains wie "www.beispiel.com" in numerische IP-Adressen übersetzt. Über diese Zahlencodes können Computer sich miteinander vernetzen. Ein DNS-Server steuert dabei, welchen Server ein Endbenutzer erreicht, wenn er in seinen Webbrowser einen Domain-Namen eingibt.

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