Mobilfunknetz

Was ist das Mobilfunknetz?

Das Mobilfunknetz ist die technische Infrastruktur für die Signalübertragung im Mobilfunk. 

Wer mit dem Handy telefonieren, Nachrichten versenden oder im Internet surfen möchte, tut dies über das Mobilfunknetz. Dieses ist in Funkzellen unterteilt, welche durch Basisstationen gespeist werden. Die Größe einer Mobilfunkzelle ist dabei abhängig von der Zahl der Nutzer und der benötigten Datenübertragungsrate. Je größer die Anzahl der Nutzer und je höher die angeforderte Datenrate, desto dichter muss ein Mobilfunknetz werden. Das heißt: Desto mehr Basisstationen müssen für die Speisung der Mobilfunkzellen vorhanden sein.

Schema Mobilfunknetz

Wie funktioniert das Mobilfunknetz?

Ein Mobilfunknetz ist in Funkzellen unterteilt. Dabei wird jede Funkzelle durch eine Basisstation, bestehend aus Sende- und Empfangsstation, versorgt.

Telefoniert mit seinem Gesprächspartner über das Mobiltelefon, so kommunizieren nicht beide Handys untereinander. Das Signal wird an die nächste freie Mobilfunkantenne gesendet, wo es per Richtfunk oder Kabel an einen Zentralrechner gegeben wird. Dieser vermittelt das Gespräch in das Netz des Empfängers - also ins Festnetz oder an die Funkzelle, die dem Empfänger am nächsten ist. Diese funkt das Gesprächssignal dann an das Handy des Gesprächspartners.

Der bereits beschriebene Zentralrechner dient immer als Vermittlungsstelle zwischen den Endgeräten. Aus diesem Grund ist er immer über den Standort aller Mobilfunktelefone informiert. Dazu senden Handys, wenn Sie eingeschaltet sind, regelmäßig kurze Statusinformationen. Zudem wählt das Mobiltelefon jederzeit die Basisstation mit dem stärksten Signal aus. Befindet man sich in Bewegung und eine andere Basisstation produziert ein stärkeres Signal als die aktuelle, so loggt sich das Handy bei dieser ein und übernimmt die Kommunikation. Auch so kann ein Rückschluss auf den Standort des Mobiltelefons gezogen werden.

Qualität und Arten des Mobilfunknetzes

Das Mobilfunknetz wird mit der Zeit immer weiterausgebaut und um neue Übertragungsstandards erneuert.

Bei dem ersten Übertragungsstandard handelt es sich um GSM. Dieses war in erster Linie für die Telefonie und das Versenden von SMS gedacht. Da sich die Anforderungen an das Mobilfunknetz geändert haben, insbesondere durch die Einführung des Internets, hat es einen neuen Übertragungsstandard benötigt. Es folgte GPRS und dann 3G, die für den komfortablen Datenaustausch eingesetzt werden konnten. Die vielen Nutzungsmöglichkeiten von Smartphones erforderten ebenfalls ein entsprechenden Übertragungsstandard, nämlich Long Term Evolution (LTE). Der neueste Standard ist 5G, der sich allmählich erst etabliert.

Mobilfunknetze in Deutschland

In Deutschland gibt es drei Mobilfunknetze. Bei diesen handelt es sich um:

  • D1 (Netzbetreiber: Telekom)
  • D2 (Netzbetreiber: Vodafon)
  • O2 (Netzbetreiber: Telefónica)

Es ist nicht unerheblich, welches Netz genau genutzt wird. Je nach Mobilfunkanbieter wird zur Übertragung der Daten ein anderes Mobilfunknetz genutzt. In Deutschland ist nicht immer ein Netzabdeckung flächendeckend und in gleich guter Qualität vorhanden. Genauere Informationen zur Netzabdeckung dazu bieten die einzelnen Mobilfunknetzanbieter.

Die Frage nach der Verfügbarkeit eines Mobilfunknetzes wird insbesondere dann wichtig, wenn man einen Vertrag bei einem kleineren Anbieter abschließen möchte. Generell nutzen diese aber auch die Netze der drei großen Anbieter. Auch wenn man einen Tarif nicht direkt bei einem der drei Netzbetreiber abschließt, sondern bei einem Mobilfunk-Discounter, wird immer eins der drei Handynetze genutzt. Mobilfunk-Discounter verkaufen lediglich Leistungen weiter – sprich Minuten, SMS und Daten –, die sie selbst zuvor bei den Netzbetreibern eingekauft haben.

Bewerten Sie diesen Artikel

4.9 / 5

2241 Besucher bewerten diesen Artikel durchschnittlich mit 4.9 von 5 Sternen.